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200. Geburtstag von Antonia Werr
Am 14. Dezember 1813 wurde die Gründerin der Oberzeller Franziskanerinnen, Antonia Wehr, in Würzburg geboren.
Sie verstarb 1868 im Alter von 54 Jahren.


Drei Vorträge erinnern an die engagierte Ordensgründerin und fragen nach den Perspektiven für sozial-pastorales Handeln heute.

16.10.2013
Weibliche Elite für die Welt
Dr. Ute Leimgruber

Der Vortrag stellt den Aufbruch Antonia Werrs in den Kontext des sogenannten Frauenkongregationsfrühlings im Deutschland des 19. Jahrhunderts dar.
Die Pastoraltheologin gräbt nach den Kraftquellen und dem Innovationspotential der Frauenorden, die ihre derzeitige Krise überwinden helfen.

13.11.2013
Jesuskind und Gotteskindschaft
Sr. Katharina Ganz

Welche Potentiale und Hoffnungen habe Antonia Werr 1855 innovativ werden lassen? Wie ist sie kreativ mit Schwierigkeiten umgegangen? Was können wir heute von den Pionierinnen der kirchlichen Erneuerung und Caritas lernen? Diesen spirituellen Quellen gewagter Hingabe geht der Vortrag am Beispiel der Ordensgründerin und ihres Einsatzes für Frauen nach.

11.12.2013
Leben nach der Katastrophe
Dr. Maria Elisabeth Aigner

Traumatische Erfahrungen gleichen einem Sturz ins Bodenlose, erschüttern das bisherige Lebensgefüge und damit das eigene Selbst- und Weltbild - nicht selten auch das Gottesbild. Welche Herausforderung bedeuten Traumata und Traumatisierungen für SeelsorgerInnen? Auf welche Ressourcen können traumatisierte Menschen zurückgreifen? Und: Was können Seelsorge und Theologie vom Trauma lernen?

Biografie

Antonia Werr wurde am 14.12.1813 in Würzburg als achtes Kind ihrer Familie geboren. Ihr Geburtstag war überschattet vom Tod ihres Vaters, der am selben Tag zu Grabe getragen wurde. Bis zu ihrem 28. Lebensjahr blieb sie in ihrer Familie und pflegte ihre schwerkranke Mutter bis zu deren Todestag im Jahre 1841. Danach suchte sie 14 Jahre lang nach ihrer persönlichen Berufung. Ihr Weg führte sie zunächst zu den Schwestern vom Guten Hirten nach Namur/Belgien und Angers/Frankreich. Als sie dort krank wurde, kehrte sie in die fränkische Heimat zurück.
Weitere Jahre der Suche folgten, bevor Antonia Werr am Pfingstfest 1855 eine eigene Gemeinschaft ins Leben rief. Die inzwischen 41-Jährige begründete mit vier Gefährtinnen auf dem Gelände des einstigen Prämonstratenserklosters Oberzell eine Lebensgemeinschaft mit strafentlassenen Frauen. Den in schwere Not geratenen Frauen Stütze und Halt bei der Neuorientierung zu bieten, war das erklärte Ziel. 1863, fünf Jahre vor ihrem Tod, schloss sich Antonia Werr mit ihrer Gemeinschaft der Franziskanischen Familie an. 1868 starb Antonia Werr im Alter von 54 Jahren. Sie hatte sich bei der Pflege Typhuskranker angesteckt.

Quelle: www.oberzell.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35