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Seligsprechung Mutter Maria Theresia Bonzel
Am 10. November 2013 wurde Mutter Maria Theresia Bonzel, die Ordensgründerin der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe, in Paderborn selig gesprochen.
Ihr Festtag wird künftig der 9. Februar sein.
Mehr als 180 Schwestern der Olper Franziskanerinnen aus Deutschland, den Provinzen in den USA, Brasilien und auf den Philippinen, waren für die Seligsprechung angereist.


Am 18. September 1961 wurde der Seligsprechungsprozess für Mutter Maria Theresia Bonzel OSF, Gründerin und langjährige Generaloberin der „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung“ in Olpe durch den Paderborner Erzbischof Lorenz Jaeger eröffnet. Nach über 50 Jahren ist der Prozess zum Abschluss gekommen.
Am 10. November 2013 wurde Mutter Maria Theresia Bonzel, die Ordensgründerin der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe, in Paderborn selig gesprochen.
Ihr Festtag wird künftig der 9. Februar sein.


Seligsprechung von Mutter Maria Theresia Bonzel

Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn

Zahlreiche Gläubige aus dem Erzbistum füllten den Hohen Dom zu Paderborn bis auf den letzten Sitzplatz, um das bedeutende Ereignis mitzufeiern. Mehr als 180 Schwestern der Olper Franziskanerinnen aus Deutschland, den Provinzen in den USA, Brasilien und auf den Philippinen, waren für die Seligsprechung angereist. Familienangehörige der neuen Seligen, viele Mitarbeiter aus den GFO-Einrichtungen, sowie weitere Gläubige aus Olpe und Umgebung waren mit Bussen oder dem Pkw nach Paderborn gekommen. Zudem verfolgten zahlreiche Gläubige das Pontifikalamt in der Gaukirche neben dem Dom, in dem die Seligsprechung via Bildschirm übertragen wurde. Per Live-Stream im Internet, per Satelliten-Fernsehsender EWTN und per Webradio konnten Interessierte sowie die daheimgebliebenen Ordensschwestern der Olper Franziskanerinnen in den Provinzen in Übersee, die feierliche Zeremonie miterleben.

Zu Beginn des Seligsprechungs-Ritus bat Erzbischof Hans-Josef Becker Angelo Kardinal Amato SDB um die Seligsprechung von Mutter Maria Theresia Bonzel OSF. Angelo Kardinal Amato SDB, Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Vatikan, feierte das Pontifikalamt aus Anlass der Seligsprechung. Acht Konzelebranten feierten am Altar die Heilige Messe mit: Erzbischof Hans-Josef Becker, Bischof Kevin Rhoades aus dem Bistum Fort Wayne-South Bend (USA), Dompropst Weihbischof Manfred Grothe, Weihbischof Matthias König, Weihbischof Hubert Berenbrinker, Generalvikar Alfons Hardt, Offizial Abt em. Dr. Dominicus Meier OSB und Pfarrer Clemens Steiling von der Pfarrgemeinde St. Martinus in Olpe.

Der Akt der Seligsprechung von Mutter Maria Theresia Bonzel folgte einem festen Ritus: Zunächst traten Erzbischof Hans-Josef Becker und der Postulator (Anwalt) des Seligsprechungsverfahrens, Dr. Andrea Ambrosi, vor Kardinal Amato. Erzbischof Becker bat um die Selig-sprechung von Mutter Maria Theresia. Schwester Mediatrix Nies OSF, Stiftungsvorsitzende der Maria Theresia Bonzel Stiftung, gab anschließend einen Überblick über das Leben der neuen Seligen. Danach verlas Kardinal Amato das päpstliche Dekret zur Seligsprechung in lateinischer Sprache, welches Generalvikar Alfons Hardt im Anschluss in deutscher Sprache verlas. Mit einem feierlichen „Amen“ durch Chor und Gemeinde wurde das Dekret beschlossen.


Bildenthüllung der neuen Seligen Mutter Maria Theresia Bonzel

Im Anschluss wurde ein Bild von Mutter Maria Theresia Bonzel enthüllt und Kardinal Amato erhielt ein Reliquiar mit Reliquien der neuen Seligen.


180 Olper Franziskanerinnen aus aller Welt waren angereist

Die Fürbitten unterstrichen das weltweite Wirken der Seligen Mutter Maria Theresia Bonzel bis in die heutige Zeit: Sie wurden in verschiedenen Sprachen von Schwestern sowie Vertretern der GFO-Einrichtungen vorgetragen. Besonders gebetet wurde für die vielen Menschen, die auf den Philippinen dem Taifun „Haiyan“ zum Opfer gefallen sind, sowie für deren Angehörige. Die Kollekte war für die Missionsarbeit der Olper Franziskanerinnen in Brasilien und auf den Philippinen bestimmt.


Fürbitten


Schwester Magdalena Krol bringt die Reliquien



Die Reliquien



Viele Gläubige aus Olpe sowie Vereine reisten nach Paderborn

Die Selige Mutter Maria Theresia

Mutter Maria Theresia Bonzel wurde am 17. September 1830 in Olpe geboren. 1859 gründete sie mit einigen jungen Frauen in Olpe eine klösterliche Gemeinschaft. Neben dem Gebetsleben hatte sie einen offenen Blick für die Not der Menschen ihrer Zeit: Als Begleiterscheinung der Industria-lisierung vergrößerte sich die Armut, die auch viele Kinder traf. So widmet sich der junge Orden fortan der Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, wofür sie schon bald ein Waisenhaus und eine Schule eröffneten. Aus dieser Initiative heraus, wuchs mit steigendem Bedarf auch die Anzahl und Vielfalt der Einrichtungen. Heute ist die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH, kurz GFO, eine sozial-karitative Trägerschaft mit rund 8.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Einrichtungen in NRW und Rheinland-Pfalz und ist in den Geschäftsbereichen Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe und Krankenhäuser tätig. Mutter Maria Theresia Bonzel blieb bis zu ihrem Tod Generaloberin der „Armen Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung“ in Olpe.

Eine Seligsprechung ist ein bedeutsames und seltenes Ereignis in einem Bistum – zuletzt wurde aus dem Erzbistum Paderborn vor fast 30 Jahren Pauline von Mallinckrodt selig gesprochen.

Video zur Seligsprechung: www.erzbistum-paderborn.de

Homepage zur neuen Seligen: www.maria-theresia-bonzel.de

Quelle: www.franziskanerinnen.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:23