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Eröffnung Jahr der Orden in der Schweiz
Am 29. November 2014 wurde in der Klosterkirche Einsiedeln das Jahr der Orden eröffnet. Fast 800 Ordensleute nahmen an der Feier teil.

Nach einer Messe unter dem Vorsitz von Abt Urban Federer befasste sich das Treffen mit dem Auftrag der Orden in der heutigen Welt.


Eröffnung Jahr der Orden in Einsiedeln

Die vormittägliche Eucharistie in der vollen Klosterkirche mit Gesängen in den Landesprachen und auf Latein stand unter dem Motto „Die Freude an Gott“. Dazu bemerkte der Kapuziner Ephrem Bucher als Präsident der Obernvereinigung KOVOSS, die zusammen mit der Bischofskonferenz und der Benediktinergemeinschaft Einsiedeln zur Feier eingeladen hatte: „Wenn man nichts zu lachen hat, wie soll man sich da freuen?“ Die Antwort: „Die Freude von innen wächst mit der Begegnung mit Jesus.“



Anwälte für Fremde

„Die Ordensleute sind die ältesten Global Players der Welt“, meinte in seinem nachmittäglichen Referat Heiner Wilmer. Der Provinzial der deutschen Herz-Jesu-Priester fragte nach der aktuellen „Mission“ des Ordenslebens. Er erinnerte daran, dass schon im Mittelalter Ordensleute in andern Ländern und Kulturen unterwegs waren. Sie wussten, was es heisst, Fremde unter Fremden zu sein. Darum sollten die heutigen Ordensmänner und –Frauen Anwälte und Anwältinnen für Menschen aus andern Kulturen sein.



"Kollektive Depression“

Wilmer konstatierte in seinem Vortrag im übervollen Theatersaal der Klosterschule, Ordensgemeinschaften würden sich allzu oft mit ihren eigenen Strukturen befassen: „Sie sehen bloss auf sich selbst, statt jenen in die Augen zu schauen, die sie nötig haben.“



Heiner Wilmer ging dann eingehend auf Impulse von Papst Franziskus ein. Dieser hatte vor einem Jahr angeregt, ein „Jahr des gottgeweihten Lebens“ abzuhalten. In Wort und Beispiel würde Franziskus zeigen, was es heisst, „Menschen anzunehmen, weil sie Menschen sind, ohne Ansehen von Rang und Religion“.



„Unersetzbares vitales Element“

Die Schweizer Bischofskonferenz wendet sich anlässlich des Ordensjahres in einem Brief an die Ordensleute. Darin beschreiben sie voll Dankbarkeit das Ordensleben als „ein wichtiges, unersetzbares, vitales Element der Kirche“.

Br. Walter Ludin ofmcap


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:23