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federbusch
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-<div class="​ueberschrift_1">​Laudato si &ndash; &​Uuml;​ber die Sorge f&​uuml;​r das gemeinsame Haus</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Papst Franziskus hat seine Enzyklika zum Thema Umwelt mit den Worten des Sonnengesangs des hl. Franziskus betitelt. In ihr nennt der Papst Franz von Assisi als Vorbild f&​uuml;​r die Achtsamkeit gegen&​uuml;​ber dem Schwachen und f&​uuml;​r eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche &​Ouml;​kologie.</​div>​ +
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-<div class="​normaler_text">​Papst Franziskus betont: &​bdquo;​Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander,​ eine der Umwelt und eine der Gesellschaft,​ sondern eine einzige und komplexe sozio-&​ouml;​kologische Krise.&​ldquo;​ Und: &​bdquo;​Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Ver&​auml;​nderung der Umwelt hat die Kapazit&​auml;​ten des Planeten derart &​uuml;​berschritten,​ dass der gegenw&​auml;​rtige Lebensstil, da er unhaltbar ist, nur in Katastrophen enden kann.&​ldquo;​ <br /> +
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-Die Enzyklika beginnt mit den Worten: <br /> +
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-<img width="​150"​ height="​148"​ src="/​seiten/​userfiles/​Franziskus-Bacabal(2).gif"​ alt=""​ class="​bild_links"​ />1. &​ldquo;​Laudato si&​rsquo;,​ mi&​rsquo;​ Signore &ndash; Gelobt seist du, mein Herr&​rdquo;,​ sang der <font color="#​FF6600">​heilige Franziskus von Assisi</​font>​. In diesem sch&​ouml;​nen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine sch&​ouml;​ne Mutter, die uns in ihre Arme schlie&​szlig;​t:​ &​ldquo;​Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erh&​auml;​lt und lenkt und vielf&​auml;​ltige Fr&​uuml;​chte hervorbringt und bunte Blumen und Kr&​auml;​uter.&​rdquo;​ <br /> +
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-Der Papst bezieht sich dann auf Franziskus selber als Patron des Umweltschutzes:<​br /> +
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-<font color="#​993300">​Der heilige Franziskus von Assisi</​font><​br /> +
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-10. Ich m&​ouml;​chte diese Enzyklika nicht weiterentwickeln,​ ohne auf ein sch&​ouml;​nes Vorbild einzugehen, das uns anspornen kann. Ich nahm seinen Namen an als eine Art Leitbild und als eine Inspiration im Moment meiner Wahl zum Bischof von Rom. Ich glaube, dass <font color="#​FF6600">​Franziskus</​font>​ das Beispiel schlechthin f&​uuml;​r die Achtsamkeit gegen&​uuml;​ber dem Schwachen und f&​uuml;​r eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche &​Ouml;​kologie ist. Er ist der heilige Patron all derer, die im Bereich der &​Ouml;​kologie forschen und arbeiten, und wird auch von vielen Nichtchristen geliebt. Er zeigte eine besondere Aufmerksamkeit gegen&​uuml;​ber der Sch&​ouml;​pfung Gottes und gegen&​uuml;​ber den &​Auml;​rmsten und den Einsamsten. Er liebte die Fr&​ouml;​hlichkeit und war wegen seines Frohsinns, seiner gro&​szlig;​z&​uuml;​gigen Hingabe und seines weiten Herzens beliebt. Er war ein Mystiker und ein Pilger, der in Einfachheit und in einer wunderbaren Harmonie mit Gott, mit den anderen, mit der Natur und mit sich selbst lebte. An ihm wird man gewahr, bis zu welchem Punkt die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegen&​uuml;​ber den Armen, das Engagement f&​uuml;​r die Gesellschaft und der innere Friede untrennbar miteinander verbunden sind.<br /> +
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-11. Sein Zeugnis zeigt uns auch, dass eine ganzheitliche &​Ouml;​kologie eine Offenheit gegen&​uuml;​ber Kategorien verlangt, die &​uuml;​ber die Sprache der Mathematik oder der Biologie hinausgehen und uns mit dem Eigentlichen des Menschen verbinden. Wie es uns geht, wenn wir uns in einen Menschen verlieben, so war jedes Mal, wenn er die Sonne, den Mond oder die kleinsten Tiere bewunderte, seine Reaktion die, zu singen und die anderen Gesch&​ouml;​pfe in sein Lob einzubeziehen. Er trat mit der gesamten Sch&​ouml;​pfung in Verbindung und predigte sogar den Blumen &​bdquo;​und lud sie zum Lob des Herrn ein, wie wenn sie vernunftbegabte Wesen w&​auml;​ren&​ldquo;​. Seine Reaktion war weit mehr als eine intellektuelle Bewertung oder ein wirtschaftliches Kalk&​uuml;​l,​ denn f&​uuml;​r ihn war jedes Gesch&​ouml;​pf eine Schwester oder ein Bruder, ihm verbunden durch die Bande z&​auml;​rtlicher Liebe. Deshalb f&​uuml;​hlte er sich berufen, alles zu h&​uuml;​ten,​ was existiert. Sein J&​uuml;​nger,​ der heilige Bonaventura,​ erz&​auml;​hlte:​ &​bdquo;​Eingedenk dessen, dass alle Gesch&​ouml;​pfe ihren letzten Ursprung in Gott haben, war er von noch &​uuml;​berschw&​auml;​nglicherer Zuneigung zu ihnen erf&​uuml;​llt. Auch die kleinsten Gesch&​ouml;​pfe nannte er deshalb Bruder und Schwester.&​ldquo;​ Diese &​Uuml;​berzeugung darf nicht als irrationaler Romantizismus herabgew&​uuml;​rdigt werden, denn sie hat Konsequenzen f&​uuml;​r die Optionen, die unser Verhalten bestimmen. Wenn wir uns der Natur und der Umwelt ohne diese Offenheit f&​uuml;​r das Staunen und das Wunder n&​auml;​hern,​ wenn wir in unserer Beziehung zur Welt nicht mehr die Sprache der Br&​uuml;​derlichkeit und der Sch&​ouml;​nheit sprechen, wird unser Verhalten das des Herrschers, des Konsumenten oder des blo&​szlig;​en Ausbeuters der Ressourcen sein, der unf&​auml;​hig ist, seinen unmittelbaren Interessen eine Grenze zu setzen. Wenn wir uns hingegen allem, was existiert, innerlich verbunden f&​uuml;​hlen,​ werden Gen&​uuml;​gsamkeit und F&​uuml;​rsorge von selbst aufkommen. Die Armut und die Einfachheit des <font color="#​FF6600">​heiligen Franziskus</​font>​ waren keine blo&​szlig;​ &​auml;​u&​szlig;​erliche Askese, sondern etwas viel Radikaleres:​ ein Verzicht darauf, die Wirklichkeit in einen blo&​szlig;​en Gebrauchsgegenstand und ein Objekt der Herrschaft zu verwandeln.<​br /> +
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-12. Andererseits legt der <font color="#​FF6600">​heilige Franziskus</​font>​ uns in Treue zur Heiligen Schrift nahe, die Natur als ein pr&​auml;​chtiges Buch zu erkennen, in dem Gott zu uns spricht und einen Abglanz seiner Sch&​ouml;​nheit und G&​uuml;​te aufscheinen l&​auml;​sst:​ &​bdquo;​Von der Gr&​ouml;&​szlig;​e und Sch&​ouml;​nheit der Gesch&​ouml;​pfe l&​auml;​sst sich auf ihren Sch&​ouml;​pfer schlie&​szlig;​en&​ldquo;​ (Weish 13,5), und &​bdquo;​seine unsichtbare Wirklichkeit [wird] an den Werken der Sch&​ouml;​pfung mit der Vernunft wahrgenommen,​ seine ewige Macht und Gottheit&​ldquo;​ (R&​ouml;​m 1,20). Deshalb forderte <font color="#​FF6600">​Franziskus</​font>,​ im Konvent immer einen Teil des Gartens unbebaut zu lassen, damit dort die wilden Kr&​auml;​uter w&​uuml;​chsen und die, welche sie bewunderten,​ ihren Blick zu Gott, dem Sch&​ouml;​pfer solcher Sch&​ouml;​nheit erheben k&​ouml;​nnten. Die Welt ist mehr als ein zu l&​ouml;​sendes Problem, sie ist ein freudiges Geheimnis, das wir mit frohem Lob betrachten.<​br /> +
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-Papst Franziskus verweist darauf, dass der hl. Franziskus durch die Harmonie, mit der er mit allen Gesch&​ouml;​pfen lebte, wieder in den Zustand vor der Urs&​uuml;​nde gelangte:<​br /> +
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-66. Die Sch&​ouml;​pfungsberichte im Buch Genesis enthalten in ihrer symbolischen und narrativen Sprache tiefgr&​uuml;​ndige Lehren &​uuml;​ber das Menschsein und seine historische Wirklichkeit. Diese Erz&​auml;​hlungen deuten an, dass sich das menschliche Dasein auf drei fundamentale,​ eng miteinander verbundene Beziehungen gr&​uuml;​ndet:​ die Beziehung zu Gott, zum N&​auml;​chsten und zur Erde. Der Bibel zufolge sind diese drei lebenswichtigen Beziehungen zerbrochen, nicht nur &​auml;​u&​szlig;​erlich,​ sondern auch in unserem Innern. Dieser Bruch ist die S&​uuml;​nde. Die Harmonie zwischen dem Sch&​ouml;​pfer,​ der Menschheit und der gesamten Sch&​ouml;​pfung wurde zerst&​ouml;​rt durch unsere Anma&​szlig;​ung,​ den Platz Gottes einzunehmen,​ da wir uns geweigert haben anzuerkennen,​ dass wir begrenzte Gesch&​ouml;​pfe sind. Diese Tatsache verf&​auml;​lschte auch den Auftrag, uns die Erde zu &​bdquo;​unterwerfen&​ldquo;​ (vgl. Gen 1,28) und sie zu &​bdquo;​bebauen&​ldquo;​ und zu &​bdquo;​h&​uuml;​ten&​ldquo;​ (vgl. Gen 2,15). Als Folge verwandelte sich die urspr&​uuml;​nglich harmonische Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur in einen Konflikt (vgl. Gen 3,17-19). Darum ist es bedeutungsvoll,​ dass die Harmonie, in der der heilige Franziskus von Assisi mit allen Gesch&​ouml;​pfen lebte, als eine Heilung jenes Bruches interpretiert wurde. Der heilige Bonaventura sagte, dass <font color="#​FF6600">​Franziskus</​font>,​ &​bdquo;​da er mit allen Gesch&​ouml;​pfen in Frieden war&​ldquo;,​ wieder in &​bdquo;​den Zustand vor der Urs&​uuml;​nde&​ldquo;​ gelangte. Weit von diesem Vorbild entfernt, zeigt sich die S&​uuml;​nde heute mit all ihrer Zerst&​ouml;​rungskraft in den Kriegen, in den verschiedenen Formen von Gewalt und Misshandlung,​ in der Vernachl&​auml;​ssigung der Schw&​auml;​chsten und in den Angriffen auf die Natur.<​br /> +
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-87. Wenn wir uns bewusst werden, dass in allem, was existiert, der Widerschein Gottes vorhanden ist, versp&​uuml;​ren wir zuinnerst den Wunsch, den Herrn f&​uuml;​r alle seine Gesch&​ouml;​pfe und gemeinsam mit ihnen anzubeten, wie es in dem wundersch&​ouml;​nen Hymnus des <font color="#​FF6600">​heiligen Franziskus</​font>​ von Assisi zum Ausdruck kommt:<​br /> +
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-&​bdquo;​Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Gesch&​ouml;​pfen,​ zumal dem Herrn Bruder Sonne, welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest. Und sch&​ouml;​n ist er und strahlend mit gro&​szlig;​em Glanz: von dir, H&​ouml;​chster,​ ein Sinnbild. Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne; am Himmel hast du sie gebildet, ​ klar und kostbar und sch&​ouml;​n. Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteres und jegliches Wetter, durch das du deinen Gesch&​ouml;​pfen Unterhalt gibst. Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar n&​uuml;​tzlich ist es und dem&​uuml;​tig und kostbar und keusch. Gelobt seist du, mein Herr,  durch Bruder Feuer, durch das du die Nacht erleuchtest;​ und sch&​ouml;​n ist es und fr&​ouml;​hlich und kraftvoll und stark.<​br /> +
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-Papst Franziskus betont ausdr&​uuml;​cklich,​ dass durch die Verbundenheit von allem eine Sorge f&​uuml;​r die Umwelt gefordert ist, die mit einer echten Liebe zu den Menschen und einem st&​auml;​ndigen Engagement angesichts der Probleme der Gesellschaft verbunden ist:<br /> +
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-91. Ein Empfinden inniger Verbundenheit mit den anderen Wesen in der Natur kann nicht echt sein, wenn nicht zugleich im Herzen eine Z&​auml;​rtlichkeit,​ ein Mitleid und eine Sorge um die Menschen vorhanden ist. Die Ungereimtheit dessen, der gegen den Handel mit vom Aussterben bedrohten Tieren k&​auml;​mpft,​ aber angesichts des Menschenhandels v&​ouml;​llig gleichg&​uuml;​ltig bleibt, die Armen nicht beachtet oder darauf beharrt, andere Menschen zu ruinieren, die ihm missfallen, ist offensichtlich. Das bringt den Sinn des Kampfes f&​uuml;​r die Umwelt in Gefahr. Es ist kein Zufall, dass der <font color="#​FF6600">​heilige Franziskus</​font>​ in dem Hymnus, in dem er Gott durch dessen Gesch&​ouml;​pfe preist, hinzuf&​uuml;​gt:​ &​bdquo;​Gelobt seist du, mein Herr, durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen.&​ldquo;​ Alles ist miteinander verbunden. Darum ist eine Sorge f&​uuml;​r die Umwelt gefordert, die mit einer echten Liebe zu den Menschen und einem st&​auml;​ndigen Engagement angesichts der Probleme der Gesellschaft verbunden ist.<br /> +
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-125. Wenn wir dar&​uuml;​ber nachdenken wollen, welches die angemessenen Beziehungen des Menschen zu der ihn umgebenden Welt sind, dann ergibt sich die Notwendigkeit,​ eine richtige Auffassung von der Arbeit zu haben. Denn wenn wir von der Beziehung des Menschen zu den Dingen sprechen, taucht die Frage nach dem Sinn und Zweck des menschlichen Handelns an der Wirklichkeit auf. Wir sprechen nicht nur von der manuellen Arbeit oder der Arbeit mit der Erde, sondern &​uuml;​ber jede T&​auml;​tigkeit,​ die irgendeine Ver&​auml;​nderung des Vorhandenen mit sich bringt, von der Erstellung eines sozialen Gutachtens bis zur Planung einer technologischen Entwicklung. Jede Form von Arbeit setzt eine Vorstellung &​uuml;​ber die Beziehung voraus, die der Mensch mit dem anderen aufnehmen kann und muss. Die christliche Spiritualit&​auml;​t hat zusammen mit dem betrachtenden Staunen &​uuml;​ber die Gesch&​ouml;​pfe,​ wie wir es beim <font color="#​FF6600">​heiligen Franziskus</​font>​ von Assisi finden, auch ein tiefes gesundes Verst&​auml;​ndnis der Arbeit entwickelt, wie wir es zum Beispiel im Leben des seligen Charles de Foucauld und seiner J&​uuml;​nger antreffen k&​ouml;​nnen. <br /> +
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-218. Wir erinnern an das Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi, um eine gesunde Beziehung zur Sch&​ouml;​pfung als eine Dimension der vollst&​auml;​ndigen Umkehr des Menschen vorzuschlagen. Das schlie&​szlig;​t auch ein, die eigenen Fehler, S&​uuml;​nden,​ Laster oder Nachl&​auml;​ssigkeiten einzugestehen und sie von Herzen zu bereuen, sich von innen her zu &​auml;​ndern. Die australischen Bisch&​ouml;​fe haben die Umkehr im Sinn einer Vers&​ouml;​hnung mit der Sch&​ouml;​pfung ausgedr&​uuml;​ckt:​ &​bdquo;​Um diese Vers&​ouml;​hnung zu verwirklichen,​ m&​uuml;​ssen wir unser Leben pr&​uuml;​fen und erkennen, auf welche Weise wir die Sch&​ouml;​pfung Gottes durch unser Handeln und durch unsere Unf&​auml;​higkeit zu handeln gesch&​auml;​digt haben. Wir m&​uuml;​ssen eine Umkehr bzw. einen Wandel des Herzens erfahren.&​ldquo;<​br /> +
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-Papst Franziskus ruft zur Umkehr auf, die sich auf ein neues Verh&​auml;​ltnis zur Sch&​ouml;​pfung und zu den Gesch&​ouml;​pfen bezieht. Auch hier verweist er mit dem Gedanken der Geschwisterlichkeit auf den hl. Franziskus:<​br /> +
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-221. Einige &​Uuml;​berzeugungen unseres Glaubens, die zu Beginn dieser Enzyklika dargelegt wurden &ndash; wie das Bewusstsein,​ dass jedes Gesch&​ouml;​pf etwas von Gott widerspiegelt und eine Botschaft hat, die uns etwas lehren kann, oder die Gewissheit, dass Christus diese materielle Welt in sich aufgenommen hat und jetzt als Auferstandener im Innersten eines jeden Wesens wohnt, es mit seiner Liebe umh&​uuml;​llt und mit seinem Licht durchdringt &ndash; helfen uns, diese Umkehr mit reichem Sinn zu erf&​uuml;​llen. Das Gleiche gilt f&​uuml;​r die Erkenntnis, dass Gott die Welt erschaffen und in sie eine Ordnung und eine Dynamik hineingelegt hat, die der Mensch nicht ignorieren darf. Wenn jemand im Evangelium liest, dass Jesus von den V&​ouml;​geln spricht und sagt, dass &​bdquo;​Gott nicht einen von ihnen vergisst&​ldquo;​ (Lk 12,6), wird er dann f&​auml;​hig sein, sie schlecht zu behandeln oder ihnen Schaden zuzuf&​uuml;​gen?​ Ich lade alle Christen ein, diese Dimension ihrer Umkehr zu verdeutlichen,​ indem sie zulassen, dass die Kraft und das Licht der empfangenen Gnade sich auch auf ihre Beziehung zu den anderen Gesch&​ouml;​pfen und zu der Welt, die sie umgibt, erstrecken und jene sublime Geschwisterlichkeit mit der gesamten Sch&​ouml;​pfung hervorrufen,​ die der <font color="#​FF6600">​heilige Franziskus</​font>​ in so leuchtender Weise lebte. Das theologische Nachdenken des Papstes bezieht den hl. Bonaventura ein, der lehrt, dass jedes Gesch&​ouml;​pf eine typisch trinitarische Struktur in sich tr&​auml;​gt:<​br /> +
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-239. F&​uuml;​r die Christen f&​uuml;​hrt der Glaube an den einen Gott, der trinitarische Communio ist, zu dem Gedanken, dass die gesamte Wirklichkeit in ihrem Innern eine eigentlich trinitarische Pr&​auml;​gung besitzt. Der <font color="#​FF6600">​heilige Bonaventura</​font>​ ging so weit zu sagen, dass der Mensch vor der S&​uuml;​nde entdecken konnte, wie jedes Gesch&​ouml;​pf &​bdquo;​bezeugt,​ dass Gott dreifaltig ist&​ldquo;​. Den Abglanz der Dreifaltigkeit konnte man in der Natur erkennen, &​bdquo;​als dieses Buch dem Menschen nicht undurchschaubar war und das Auge des Menschen sich nicht eingetr&​uuml;​bt hatte&​ldquo;​. Der heilige Franziskaner lehrt uns, dass jedes Gesch&​ouml;​pf eine typisch trinitarische Struktur in sich tr&​auml;​gt,​ die so real ist, dass sie spontan betrachtet werden k&​ouml;​nnte,​ wenn der Blick des Menschen nicht begrenzt, getr&​uuml;​bt und schwach w&​auml;​re. So weist er uns auf die Herausforderung hin, zu versuchen, die Wirklichkeit unter trinitarischem Gesichtspunkt zu entschl&​uuml;​sseln.<​br /> +
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-Die gesamte Enzyklika ist nachzulesen unter: http://<​a href="​http://​w2.vatican.va/​content/​francesco/​de/​encyclicals/​documents/​papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html ">​w2.vatican.va/​content/​francesco/​de/​encyclicals/​documents/​papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html </​a><​br /> +
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-Eine Inhaltsangabe und Zusammenfassung findet sich unter:<​br /> +
-<a href="​http://​www.dbk.de/​fileadmin/​redaktion/​diverse_downloads/​presse_2015/​2015-Enzyklika-Laudato-si-Inhaltsangabe.pdf ">​www.dbk.de</​a><​br /> +
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-<​strong><​font color="#​993300">​HINTERGRUND:​ FRANZISKANISCHES SCH&​Ouml;​PFUNGSVERST&​Auml;​NDNIS<​br /> +
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-N&​auml;​here Ausf&​uuml;​hrungen zum franziskanischen Sch&​ouml;​pfungsverst&​auml;​ndnis finden sich im Baustein <font color="#​993300">&​bdquo;​Franziskus und Sch&​ouml;​pfung &ndash; Franziskanische Sch&​ouml;​pfungsspiritualit&​auml;​t&​ldquo;​ </​font>​(Autor:​ Br. Stefan Federbusch) des Franziskanischen Spiritualit&​auml;​tswegs<​br /> +
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-Baustein Sch&​ouml;​pfung:​ <a href="/​seiten/​userfiles/​file/​ping/​Schoepfung smallest.pdf">​Download (PDF)</​a><​br /> +
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-Hier einige Ausz&​uuml;​ge:<​br /> +
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-Franziskus und die Ehrfurcht vor Gottes Sch&​ouml;​pfung F&​uuml;​r Franziskus ist die &​bdquo;​Umwelt&​ldquo;​ eine &​bdquo;​Mitwelt&​ldquo;​. Die Sch&​ouml;​pfung und mit ihr die Gesch&​ouml;​pfe sind um ihrer selbst willen da, nicht als &​bdquo;​Gebrauchswert&​ldquo;​ f&​uuml;​r den Menschen. Sie verweisen auf Gott als den Sch&​ouml;​pfer allen Seins. ​ <br /> +
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-Dies kommt besonders in seinem bekanntesten Text, dem Sonnengesang zum Ausdruck. Er ist in altitalienischer Sprache verfasst und gegen Ende seines Lebens nach einer langen Phase des Leidens entstanden. Franziskus wusste sich eingebunden in alles Geschaffene. Darum sind f&​uuml;​r ihn die Gestirne und Elemente, die Pflanzen und Tiere &​bdquo;​Br&​uuml;​der&​ldquo;​ und &​bdquo;​Schwestern&​ldquo;​ und die Erde wird zur &​bdquo;​Mutter&​ldquo;​. <br /> +
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-F&​uuml;​r Franziskus kommt alles von Gott her. Mit den Gesch&​ouml;​pfen und durch alle Gesch&​ouml;​pfe preist er Gott im Sonnengesang f&​uuml;​r alles, was ihm geschenkt ist. Das Leitmotiv des Sonnengesangs ist die geschwisterliche Gemeinschaft mit den kosmischen Erscheinungen:​ mit der Herrin und Schwester Sonne, mit Bruder Mond und den Sternen, mit den Elementen, Bruder Wind, Schwester Wasser, Bruder Feuer, der Schwester und Mutter Erde und mit allen Kreaturen. <br /> +
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-<font color="#​993300">​Die Sch&​ouml;​pfung als Spiegelbild Gottes<​br /> +
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-Franziskus lobt und dankt Gott f&​uuml;​r alles, was er geschaffen hat.  Der Mensch bedient sich der Gesch&​ouml;​pfe,​ weil er sie zum Leben und &​Uuml;​berleben braucht. Der Umgang mit ihnen sollte gepr&​auml;​gt sein von Ehrfurcht und Achtsamkeit. Ein Verst&​auml;​ndnis des Beherrschens,​ der Inbesitznahme und Ausbeutung widerspricht dem Sch&​ouml;​pfungsauftrag. Als Teil des Ganzen nimmt der Mensch seine Verantwortung wahr, indem er als H&​uuml;​ter die Sch&​ouml;​pfung bewahrt und im Sinne der Nachhaltigkeit die Lebensgrundlagen f&​uuml;​r alle Gesch&​ouml;​pfe erh&​auml;​lt. Letzter Grund daf&​uuml;​r ist das theologische Verst&​auml;​ndnis,​ dass die Sch&​ouml;​pfung ein Spiegelbild Gottes ist.<br /> +
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-<font color="#​993300">​Nachhaltigkeit als &​ouml;​kologisches Leitbild </​font><​br /> +
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-Im Jahr 1983 wurde von der UN-Generalversammlung die &​bdquo;​Weltkommission f&​uuml;​r Umwelt und Entwicklung&​ldquo;​ einberufen, die 1987 den sogenannten Brundtland Report &​bdquo;​Unsere gemeinsame Zukunft&​ldquo;​ ver&​ouml;​ffentlichte. Darin wird mit dem Begriff der &​bdquo;​Nachhaltigen (zukunftsf&​auml;​higen) Entwicklung&​ldquo;​ die untrennbare Verbindung von Umwelt und Entwicklung beschrieben und der Begriff der Nachhaltigkeit wie folgt definiert: &​bdquo;​Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung,​ die den Bed&​uuml;​rfnissen der heutigen Generationen entspricht, ohne die M&​ouml;​glichkeiten k&​uuml;​nftiger Generationen zu gef&​auml;​hrden,​ ihre eigenen Bed&​uuml;​rfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu w&​auml;​hlen. Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt f&​uuml;​r alle L&​auml;​nder und Menschen&​ldquo;​ (Gro Harlem Brundtland). <br /> +
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-Die Idee der Nachhaltigkeit ist somit zum zentralen Leitbild f&​uuml;​r das &​Uuml;​berleben der Menschheit (im 21. Jahrhundert) geworden. Einer der wesentlichen S&​auml;​tze und Erkenntnisse Albert Schweitzers lautet: &​bdquo;​Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will&​ldquo;​. Dieser Gedanke dr&​uuml;​ckt sehr treffend Nachhaltigkeit aus.  <br /> +
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-Heute wird sie verstanden als Zusammenspiel von &​ouml;​kologischen,​ sozialen und wirtschaftlichen Interessen. Alle drei Komponenten m&​uuml;​ssen eine gleichberechtigte Ber&​uuml;​cksichtigung finden, um in Bezug auf Lebensm&​ouml;​glichkeiten f&​uuml;​r alle zu einem gerechten und fairen Interessensausgleich zu kommen. <br /> +
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-<font color="#​993300">​Nachhaltigkeit im Sonnengesang</​font><​br /> +
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-In einer Strophe preist Franziskus den Herrn f&​uuml;​r den &​bdquo;​Bruder Wind&​ldquo;,​ f&​uuml;​r die Luft und f&​uuml;​r die Wolken, f&​uuml;​r die heitere Himmelsbl&​auml;​ue und jede Witterung, &​bdquo;​durch die Du deinen Gesch&​ouml;​pfen Unterhalt gibst&​ldquo;​. Das hier imm Originaltext gebrauchte Wort &​sbquo;​sustentamento&​lsquo;​ bedeutet: aufrechterhalten,​ aushalten, erhalten, nachhalten. Noch ein weiteres Mal kommt eine Ableitung dieses Wortes im Sonnengesang vor. Franziskus spricht von &​bdquo;​unserer Schwester, der Mutter Erde, die uns tr&​auml;​gt und lenkt (,sustenta et governa&​lsquo;​)&​ldquo;​. Es ist erstaunlich (oder vielleicht gerade auch nicht), dass Franziskus in seinem bekanntesten Lobpreis eine Urform des Wortes gebraucht, das heute eines der meist verwendeten im Kontext der &​Ouml;​kologie ist: &​bdquo;​sustainability&​ldquo;​ = Nachhaltigkeit. Franziskus ist hier also tats&​auml;​chlich h&​ouml;​chst aktuell. In seinem Sonnengesang verbirgt sich ein bzw. das &​ouml;​kologische Leitbild unserer Zeit! <br /> +
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-Br. Stefan Federbusch</​div>​ +
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-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite_archiv01">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div>​ +
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