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Generalkapitel und Ewige Profess bei Anna-Schwestern
Beim Generalkapitel der Anna-Schwestern in Ellwangen wurde Sr. Veronika Mätzler als Generaloberin wieder gewählt. Das von Dr. Georg Beirer moderierte Kapitel stand unter dem biblischen Leitwort: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10).

Anfang Dezember 2015 band sich Sr. Rut Göhringer auf Lebenszeit an die Gemeinschaft der derzeit 67 Anna-Schwestern.


Generalkapitel unserer Gemeinschaft vom 25. bis 31. Oktober 2015

In dieser Woche haben sich die Kapitularinnen zum alle sechs Jahre stattfindenden Generalkapitel im Mutterhaus versammelt. Am Mittwoch, 28.10.2015 fand das Wahlkapitel unter der Leitung von Herrn Weihbischof Thomas Maria Renz statt, bei dem Schwester Veronika Mätzler wieder zur Generaloberin gewählt wurde. Die Moderation unseres Kapitels hatte Herr Dr. Georg Beirer, Moraltheologe mit dem Schwerpunkt in der Begegnung von Mystik, Spiritualität und Psychotherapie und großer Erfahrung in der Begleitung von Orden.

HERR, wir wissen oft nicht den Weg und Ziel, das macht unsicher, doch Du weist auf Gott und zeigst den Weg, das ermutigt.
HERR, wir haben oft keinen Mut und Glauben, das macht ängstlich, doch Du bist mit in unserem Lebensboot, das genügt.

(Aus der Einladung zum Generalkapitel)

Unser Generalkapitel stand unter dem Bibelwort „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10).

„Leben in Fülle“ wird zum Bild für die dynamische Offenheit, die immer auf den Menschen zukommende Fülle, die nie genug ist, wenn sie nicht offen auf die Zuwendung des anderen und Gottes bleibt. (Dr. Georg Beirer) Und wir hatten die Fülle; eine Fülle der Vergangenheit der letzten sechs Jahre, dargestellt im Rechenschaftbericht der Generaloberin Schwester Veronika; eine Fülle in der Gegenwart des Kapitels und am Wahltag und eine Fülle in der Erwartung der Zukunft und dem Sachkapitel.

Weihbischof Thomas Maria Renz führte in seiner Predigt am Wahltag aus, dass das Jahr der Orden nahtlos in das Jahr der Barmherzigkeit übergeht und beides sich sehr gut ergänzt. Jeder kann seinen Teil zum Leben beitragen, auch wenn er noch so gering erscheinen mag. Aus seiner eigenen Erfahrung des Pilgerns auf dem Jakobusweg im vergangenen Jahr hob Weihbischof Renz den Unterschied zwischen Pilgern und Wandern hervor. Während der Weg beim Wandern zum Ausgangspunkt zurückführt, hat der Pilgerweg immer ein Ziel vor Augen. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern der Weg führt zu einem Ziel, verglich Weihbischof Renz den Weg unseres Menschseins in dieser Zeit.


Generalleitung (von links nach rechts):
Schwester Judith Benz, Schwester Bernadette Rief, Schwester Veronika Mätzler, Schwester Martina Ernsperger, Schwester Christina Häußler, Dr. Georg Beirer, Superior Herbert Feldhinkel, Weihbischof Thomas Maria Renz


Quelle: www.anna-schwestern.de


Profess auf Lebenszeit von Schwester Rut Göhringer

Über sechs Jahre ist es her, dass Schwester Rut Göhringer mit der Noviziatsaufnahme das Ordenskleid der Anna-Schwestern bekam. 2010 und 2012 legte sie ihre zeitliche Profess ab. Seit 2011 wurde sie von der Formationsleiterin Schwester Judith auf ihrem Weg als Franziskanerin von Ellwangen begleitet. Der Bitte von Schwester Rut um Zulassung zur Profess auf Lebenszeit, entsprach die Generalleitung der Anna-Schwestern. Die insgesamt 67 Anna-Schwestern freuten sich mit Schwester Rut über ihren Entschluss, sich durch die ewige Profess für immer an Gott und an die Gemeinschaft zu binden.

Das seltene Fest wurde mit einem Gottesdienst im Beisein zahlreichen Priester (Superior Herbert Feldhinkel, Pater Bernhard Riegel, Pfr. Michael Windisch, Pfr. Rudolf Kling und Pfr. Matthias Reiner) begangen. Innerhalb eines feierlichen Ritus legte Schwester Rut Göhringer in die Hände von Generaloberin Schwester Veronika Mätzler ihre Profess auf Lebenszeit ab. Dabei versprach sie in Anwesenheit zahlreicher Mitschwestern und Gäste, Jesus Christus in der Lebensform der evangelischen Räten nach der Regel des Heiligen Franziskus für die Dauer ihres ganzen Lebens in der Gemeinschaft der Anna-Schwestern zu folgen. Schwester Veronika bestätigte Kraft der ihr verliehenen Vollmacht das Gelübde und sicherte ihr das Gebet zu, dass Schwester Rut ihre Hingabe in ihrem Leben auch verwirklicht: "Christus mache uns fähig dir dabei zu helfen. Bleibe treu in dem, was zu versprochen hast."

Der Comboni-Missionar Bernhard Riegel ging in seiner Predigt auf das apostolische Schreiben von Papst Franziskus über die Freude des Evangeliums ein und gab Schwester Rut mit auf den Weg: "Die größte Freude erfahren jene, die sich nicht um jeden Preis absichern, sondern sich vielmehr leidenschaftlich dazu gesandt wissen, anderen Leben zu geben."

Joachim Bilek (Orgel) und Monika Willand (Cello) gestalteten den feierlichen Gottesdienst musikalisch.

Nach einem festlichen Mittagessen wurden Schwester Rut in Wort, Bild und Gesang zahlreiche Glückwünsche überbracht. Der frohe Tag endete mit einem Vespergebet in der Mutterhauskapelle, welches das Orchesterle der Anna-Schwestern mit Verstärkung durch Jutta Ortenberg (Querflöte) gestaltete. Die Franziskanische Weggemeinschaft der Anna-Schwestern bereicherten das Vespergebet mit einem durch Schwester Theresia eingeübten meditativen Tanz.

Quelle: www.anna-schwestern.de


Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:36