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Generalminister in Deutschland
Besondere Tage für die Franziskaner in Deutschland. Der Leiter der Gesamtgemeinschaft, der Generalminister Michael Perry stattete der Provinz von der hl. Elisabeth vom 26.-28. November 2018 einen Besuch ab.

Die Stationen seiner Visite waren Hofheim, Fulda und Großkrotzenburg. In Hofheim kamen rund 90 Brüder zu einem Begegnungstag zusammen, bei dem der Generalminister auf die Veränderungen im Gesamtorden und in Deutschland einging.


Generalminister in Deutschland

Seine Reiseagenda führte Br. Michael Perry, Generalminister der Franziskaner, für drei Tage nach Deutschland, wo auf das ganze Bundesgebiet verteilt rund 270 Franziskaner in 34 Niederlassungen leben.
Seit den Feierlichkeiten zur Vereinigung der ehemals 4 deutschen Franziskanerprovinzen im Juli 2010 ist es der erste Besuch eines Generalministers in Deutschland.

Begegnungstag in Hofheim

Ein Schwerpunkt während seines dreitägigen Aufenthalts war das Begegnungstreffen mit Bruder Michael am 26. November im Exerzitienhaus der Franziskaner in Hofheim. Rund 90 Brüder aus ganz Deutschland waren der Einladung gefolgt.



Zuerst feierten die Brüder gemeinsam mit dem Generalminister die Eucharistie in der Kapelle des Exerzitienhauses.


Provinzialminister Cornelius Bohl (links) heißt den Generalminister Michael Perry willkommen

Danach hatten sie bei einem Aperitif die Gelegenheit zu einem lockeren Austausch und zum Kennenlernen.
Nach dem Mittagessen stellte Bruder Michael zunächst die Veränderungen in Politik und Gesellschaft dar, auf die es zu reagieren gelte wie Abschottung, Nationalismus, Säkularisierung, Missbrauchsfälle in der Kirche. Seine Botschaft dazu lautete: Nicht wir müssen die Welt wecken, sondern: Wir müssen wach werden für die Welt!

Br. Michael Perry im Kreis der Brüder

Mit Blick auf das Leben des Ordensgründers, des hl. Franziskus, stellte er Krisen als Chancen für die Christusbegegnung dar. Dies nicht zuletzt mit Blick auf die zurückgehenden Zahlen. Der Gesamtorden hatte vor zwanzig Jahren rund 27.000 Mitglieder, heute sind es 13.000 und 2030 werden es etwa 8.000 sein. Aktuell verlagert sich das franziskanische Charisma, wo in Afrika und Asien (Vietnam) noch ein kräftiges Wachstum zu verzeichnen ist.



Der Generalminister ging auf die Themen und Schwerpunkte des letzten Ordensrates ein und nannte die Jüngerschaft, den Bereich Jugend sowie die Ausrichtung an Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung als Kernthemen des Ordens bis zum nächsten Generalkapitel. Immer wieder nahm er auch Bezug auf das „Projekt Emmaus“, den Zukunftsprozess der Deutschen Franziskanerprovinz, der in das Provinzkapitel 2019 mündet, das Schwerpunkte der zukünftigen Ausrichtung und der Präsenz festlegen wird. Sein Statement schloss er mit der Frage: „Wohin führt uns Gott?“ und der Ermunterung: „Don´t worry!“

Das Treffen mit Bruder Michael Perry war für die Brüder eine gute Gelegenheit, einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und sich als Teil der weltweiten Bruderschaft zu erleben.

Weitere Stationen: Fulda und Großkrotzenburg

Eine weitere Station seines Aufenthaltes in Deutschland war Fulda. Dort informierte er sich über das Projekt antonius „Netzwerk Mensch“ und besuchte die älteren und pflegebedürftigen Brüder im Seniorenkonvent Theresienheim. Abgerundet wurde dieser Tag mit einer feierlichen Eucharistie in der Klosterkirche auf dem Frauenberg, gemeinsam mit Brüdern und Gottesdienstbesuchern.

Weiterer und letzter Programmpunkt auf seiner Deutschlandreise war der Besuch des Franziskanergymnasiums in Großkrotzenburg. Dort führten ihn die Brüder durch das Franziskanische Bildungswerk (FBW) und die Schulanlagen und stellten ihm das Schulkonzept vor.

Bildnachweis: Br. Igor Hollmann ofm

Weitere Informationen und Bilder unter: https://franziskaner.net

Natanael Ganter ofm / Stefan Federbusch ofm

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 28.11.2018 20:40