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Straßenanimation auf dem EKT 2019
… war nicht nur das Motto des Evangelischen Kirchentags, der vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund stattfand, sondern auch das Motto der Straßenanimation, die Sr. Gertrud Smitmans mit ihren Handpuppen Franziskus und Klara von Assisi durchführte. Dieser Satz hat zunächst irritiert und doch zum Nachdenken Anlass geben: Bin ich möglicherweise zu vertrauensselig? Soll man jetzt noch Institutionen trauen? Der Politik trauen? Der Kirche trauen?


Straßenanimation mit Franziskus und Klara von Assisi in Dortmund auf dem EKT 2019

„Was für ein Vertrauen“ ist die Losung für den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund vom 19. bis 23. Juni 2019, und clara.francesco ist dabei.



„Was für ein Vertrauen“ aus 2. Könige 18,19-20 ist die Grundlage, zu der clara.francesco mit den Handpuppen auf dem EKT anwesend war. Dieser Satz hat zunächst irritiert und doch zum Nachdenken Anlass geben: Bin ich möglicherweise zu vertrauensselig? Soll man jetzt noch Institutionen trauen? Der Politik trauen? Den Gewerkschaften? Den Rechten? Den Grünen? Kann man Kirchen noch vertrauen? Durch die sexuelle Gewalt in den Kirchen und das stückweise Aufdecken ist viel Vertrauen verloren gegangen. Vertrauen ist doch ein so ein kostbares, aber auch leicht verletzliches Gut. Wir wissen, dass Vertrauen nicht befohlen oder angeordnet werden kann. Nur wer bereit ist, anderen zu vertrauen, kann auch Vertrauen bekommen.



Die EKT-Losung war für clara.francesco bestens geeignet, um darüber auf den Straßen vom EKT mit den Handpuppen von Franziskus und Klara ins Gespräch zu kommen und zu reden, in welcher Welt wir leben wollen und in welcher Welt nicht, was uns in der jetzigen Welt stört und was wir verändern möchten. Manchmal wirkt es schon modisch, die Untergangsstimmung zu unterstützen.



Mehr Gerechtigkeit, weniger Gewalt, klare Null-Toleranz zu sexueller Gewalt in den Kirchen und mehr Wert auf die Bewahrung der Schöpfung, Nachhaltigkeit, Ausstieg aus der Braunkohle sind wichtige Themen gewesen. Am Elektrozaun war dann auch gleich die Spannung mitzubedenken, die im System der Elektrizität alles am Laufen hält und in der Kirche? Oder in den Lebensgemeinschaften?



Der Elektrozaun grenzte auch ab, so dass die Lamas ungehindert äsen konnten, während die EKT-Besucher die fremdländischen Tiere aus der Nähe betrachten konnten. Und dann kam häufig das Thema „Gottvertrauen“ auf, denn Christen haben in einer unsicheren Welt oft die Sicherheit, dass sie einen Ansprechpartner haben, dem sie vertrauen können – egal, was geschieht.

Sr. Gertrud Schmitmans

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 25.06.2019 17:10