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Außerordentliches Generalkapitel in Luxemburg
Vom 6.-9. Oktober 2019 fand im Mutterhaus der Franziskanerinnen von der Barmherzigkeit, Luxemburg, das außerordentliche Generalkapitel statt. Außerordentlich – außergewöhnlich – denn es galt „nur“ die überarbeiteten Konstitutionen und Weisungen gutzuheißen, damit sie zur Approbation der Kongregation der Institute des Geweihten Lebens und der Gesellschaften des Apostolischen Lebens vorgelegt werden können.


Neue Konstitutionen

Als am 15. Oktober 2017 die Delegierten des regulären Generalkapitels dem neuen Generalrat den Auftrag gaben, eine Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Konstitutionen zu ernennen, ahnte wohl niemand, dass der Entschluss richtig in Arbeit ausarten würde. 😊

Fünf Schwestern aus verschiedenen Ländern des deutschen und französischen Sprachraums trafen sich abwechselnd mit 2 Schwestern des Generalrates, gut ausgerüstet mit den Handreichungen von Sr. Mary Wright IBVM aus dem Bulletin der UISG Nr 163-207 („Die Konstitutionen eines Ordensinstitutes. Einige praktische Hinweise“) und dem Wissen, dass manche Paragraphen unbedingt geändert werden müssen, damit wir auf Zukunft hin die nötige Handlungsfreiheit haben.



Als Fachmann von kirchenrechtlicher Seite sagte dankenswerter Weise P. Heinz-Jürgen Reker OFM (München) seine Begleitung zu und Herr Jean-Louis Hencks bot von Seiten des Bistums Luxemburgs an, die Vorlage zu begutachten, ehe sie dem Generalkapitel vorgelegt würde.
Es war nicht so einfach, die altvertrauten Texte loszulassen bzw. zu „verschlanken“ und die Inhalte in andere Worte zu kleiden: frei von Ausschmückungen, Wiederholungen und meditativen Gedanken, die in einem Gesetzestext fehl am Platze sind. Alle Schwestern wurden eingeladen, zu einzelnen Kapiteln Änderungs- und Formulierungsvorschläge einzureichen, die dann eingearbeitet wurden. Andere Kapitel wurden ihnen zur Meditation und Stellungnahme vorgelegt – ein reges Hin- und Her, bis dann zum 6. Oktober 2019 das Arbeitspapier vorlag: alte Fassung – neue Formulierung – Weisungen – Anträge – parallel zum Vergleichen. Dank der guten Vorbereitung, der kompetenten Moderation und Begleitung sowie der Simultanübersetzung kamen wir zügig voran mit der Besprechung und Abstimmung der einzelnen Paragraphen.



Die Zeit reichte sogar noch zu einem gemütlichen Abend mit unseren Schwestern aus Taiwan und Italien. Alle, einschließlich Pater Heinz-Jürgen, wussten Schwänke aus ihrer Jugend zu erzählen.

Höhepunkt war der Abschlussgottesdienst, zu dem zahlreiche Schwestern gekommen waren. Das Lied von Barbara Kolberg und der Auftrag Jesu, hinaus in die ganze Welt zu gehen und allen Geschöpfen die frohe Botschaft zu verkünden, wurde von Sr. Helene Zimmer in einer Meditation zusammengefasst.



Das Lesezeichen hat Sr. Adelaïde Welter gestaltet: mit einem Pinselstrich bringt sie die Dynamik zu Ausdruck, mit der wir uns „auf sein Wort hin“ in den Spuren des hl. Franz auf den Weg machen.

Sr. Dorothe Maria Lause

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 18.10.2019 11:23