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Papstaudienz für MZF
Papst Franziskus hat den Einsatz der Franziskaner für die Ausgegrenzten dieser Welt gewürdigt. Er empfing am 6. April 2019 die Ordensleute und Mitarbeiter, die aus Anlass des 50. Jubiläums ihrer Missionszentrale nach Rom gepilgert sind.


Papst Franziskus hat den Einsatz der Franziskaner für die Ausgegrenzten dieser Welt gewürdigt. Er empfing an diesem Samstag die Ordensleute und Mitarbeiter, die aus Anlass des 50. Jubiläums ihrer Missionszentrale nach Rom gepilgert sind. Gemeinsam mit ihrem langjährigen ersten Direktor Pater Andreas Müller, sowie dem aktuell als Leiter tätigen Pater Matthias Maier nahmen sämtliche Mitarbeiter der Missionszentrale an der Papstaudienz teil.

Papst Franziskus empfängt die Mitarbeiter der Missionszentrale der Franziskaner. (Bild von vatican news)

„Es ist schön“, so der Papst zu seinen 26 Gästen, „wie ihr als Gemeinschaft von Ordensbrüdern und engagierten Laien euch an alle Menschen guten Willens wendet, um sie zu motivieren, den Armen, den Bedürftigen und an den Rand Gedrängten auf der ganzen Welt zu einer besseren Zukunft zu verhelfen. So wird das Wort Jesu immer wieder neu konkret verwirklicht: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).“

Die Initiative zur Missionszentrale ging aus der Pfarreiarbeit in Bonn-Bad Godesberg hervor, würdigte der Papst die Anfänge der heute weltweit operierenden franziskanischen Einrichtung: „Stets war euch der heilige Franziskus ein Vorbild, der als Armer leben wollte und sich von der Armut der Menschen berühren ließ. So fand er den Frieden Christi und wurde selbst zu einem von der Vorsehung Beschenkten. Aus diesem Geiste heraus konnte mit eurer Missionszentrale aus bescheidenen Anfängen ein weltweites Netzwerk der Nächstenliebe, der Solidarität und der Brüderlichkeit aufgebaut werden.“ Der heilige Franziskus habe die Bitte Jesu vernommen, das „Haus“ wiederherzustellen, das völlig verfallen sei, erinnerte der Papst mit Blick auf den Heiligen, der auch ihn zu seiner Namenswahl inspiriert hatte. „Trotz aller Grenzerfahrung mit der Kirche damals“ habe er sich auf den Weg gemacht, „das Evangelium authentisch zu leben“, betonte Franziskus. „Auch heute leiden wir öfters an den Grenzen der Kirche. Die Worte des Gekreuzigten sind ein Ruf an uns alle. Eine Erneuerung geschieht nur, wenn wir auf den Herrn hören, uns von ihm verwandeln lassen und mit ihm weiterhin das Gute tun. Gerade angesichts der Herausforderungen unserer Zeit wollen wir uns verstärkt für eine gute Zukunft aller einsetzen. Und dazu kann eure Missionszentrale einen wertvollen Beitrag leisten – vor allem durch euer Lebens- und Glaubenszeugnis!“ Zu ihrem Jubiläum wünsche er ihnen „echte franziskanische Freude und Zuversicht“, fuhr der Papst fort. Er ermunterte seine Gäste, auch weiterhin „beharrlich“ für das „Wohl aller Menschen und für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten“, bevor er sie mit seinem Segen entließ.

• Den Bericht kann auch als Audio Beitrag angehört werden auf vaticannews.va

06.04.2019 vatican news, Lydia O’Kane

Quelle: https://franziskaner.net/papst-empfaengt-missionszentrale-der-franziskaner/

Missionszentrale der Franziskaner: „Noch besser für die Armen arbeiten“

Eine Delegation der Gruppe, angeführt durch den Präsidenten der Missionszentrale Bruder MNatthias Maier, kam im Anschluss an die Audienz zu uns ins Studio. Wir haben Bruder Matthias gefragt, was für Impulse er von der Papstaudienz mit nach Hause nimmt.


Die Delegation der Missionszentrale der Franziskaner zu Besuch in der Redaktion: Br. Matthias Maier (Präsident), Petra Schick, Katharina Kolano und David Reusch (Mitarbeiter)

Br. Matthias Maier: „Der Heilige Vater hat uns erneut aufgetragen, dass wir uns weiterhin verstärkt für die Armen einsetzen sollen, ihnen zu einer besseren Zukunft verhelfen, und unseren Blick gerade für die an den Rand gedrängten Menschen zu schärfen.“

Vatican News: Sie feiern ja ihr mittlerweile 50-jähriges Jubiläum, können Sie uns denn kurz erläutern, was für eine Einrichtung die Missionszentrale der Franziskaner eigentlich ist?

Br. Matthias Maier: „Die Missionszentrale der Franziskaner ist eine Einrichtung, die verantwortlich ist für die ganze franziskanische Familie weltweit. Wir sitzen in Bonn und unterstützen Schwestern und Brüder bei ihrer Arbeit an der Basis. Wir sind dankbar, dass wir weltweit, in fast 80 Ländern, ein Netzwerk der Beziehungen und des Helfens und der Nächstenliebe aufbauen konnten.“

Vatican News: Was ist denn ihr Wunsch für die kommenden 50 Jahre der Missionszentrale der Franziskaner?

Br. Matthias Maier: „Dass wir vielen Armen helfen können. Und noch mehr helfen können. Aber auch eine Sensibilisierung für die Armen in ihren Lebenssituationen, denn ich glaube, und das kann ich bezeugen, oft wissen wir in unseren Breitengraden hier in Europa gar nicht, wie gut es uns geht.“

Vatican News: Bei uns im Studio sitzt auch die Projektleiterin für die Projekte in Afrika. Frau Schick, was sind denn die Projekte in Afrika, die Sie gerade besonders beschäftigen?

Petra Schick (Projektreferentin): „In Afrika kommen viele Projektanträge aus dem Bereich Gesundheit und Ausbildung, das heißt zum Beispiel ganz einfache Krankenstationen auf den Dörfern, die wir mit Solaranlagen oder anderen Gegenständen unterstützen, Schulen und Klassenräume, die gebaut und ausgestattet werden.“

Vatican News: Aber die Hilfe beschränkt sich ja nicht nur auf die Arbeit in Missionsgebieten, sondern es gibt auch ganz klassische finanzielle Produkte, die Sie aufsetzen und anbieten. Können Sie, Herr Reusch, als Geschäftsführer, uns das kurz erläutern?

David Reusch (Kaufm. Direktor der Missionszentrale der Franziskaner): „Ja, die Missionszentrale der Franziskaner ist nicht nur Hilfswerk, sondern wir haben auch vor bereits zehn Jahren unter dem Namen TarrAssisi klassische Investmentfonds ins Leben gerufen. Die Unternehmen, die in diesen Fonds vorhanden sind, werden nach ethisch nachhaltigen Kriterien ausgewählt, wie zum Beispiel Kultur, Natur und Sozialverträglichkeit, um kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder ausschließen zu können.“

Das Gespräch führte Christine Seuss.

Quelle: www.vaticannews.va

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 14.04.2019 11:09