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800-Jahr-Jubiläum der Berufung von Antonius von Padua
Der 13. Juni ist der Festtag des hl. Antonius. Anlässlich des 800-Jahr-Jubiläums der franziskanischen Berufung des gebürtigen Portugiesen, den der heilige Franz von Assisi als Theologen schätzte, schrieb der Papst einen Brief an die Franziskaner-Minoriten. Sein Einsatz könne auch heute Vorbild sein: „Ich denke dabei vor allem an die Jugend: Dieser alte Heilige, aber so modern und genial in seinen Erkenntnissen, kann ein Vorbild für die neuen Generationen sein, um den Weg eines jeden fruchtbar zu machen.“


Franziskus über Antonius von Padua: „Heilige Unruhe"

Als Vorbild der Geschwisterlichkeit und Nächstenliebe hat Papst Franziskus den Heiligen und Kirchenlehrer Antonius von Padua gewürdigt. Anlässlich des 800-Jahr-Jubiläums der franziskanischen Berufung des gebürtigen Portugiesen, den der heilige Franz von Assisi als Theologe schätzte, schrieb der Papst einen Brief an die Franziskaner-Minoriten.



Das auf den 15. Februar datierte Papstschreiben wurde an diesem Montag auf der Internetseite des Franziskaner-Portals „Il Messaggero di Sant’Antonio“ veröffentlicht und ist an den Generalminister der Minoriten, den argentinischen Ordensgeistlichen Carlos Alberto Trovarelli, gerichtet.

Anlass ist das 800-Jahr-Jubiläum der franziskanischen Berufung des gebürtigen Lissaboners Antonius, der als Augustiner-Chorherr im Jahr 1220 zu den Franziskanern übertrat, im Anschluss als Missionar eine lange Reise unternahm und schließlich in Italien dem Ordensgründer Franz von Assisi begegnete. Der Gedenktag des Heiligen Antonius in der katholischen Kirche fällt auf den 13. Juni.

Heilige Unruhe

„Ich hoffe, dass dieser bedeutende Jahrestag vor allem bei den in der ganzen Welt verstreuten Franziskanerbrüdern und Anhängern des heiligen Antonius den Wunsch weckt, dieselbe heilige Unruhe zu erleben, die ihn auf den Straßen der Welt dazu geführt hat, durch Wort und Tat die Liebe Gottes zu bezeugen“, schreibt Papst Franziskus in seinem Brief. Antonius habe „Familien, Arme und Benachteiligte“ unterstützt, sich für „Wahrheit und Gerechtigkeit“ eingesetzt und sich im Zeichen der Geschwisterlichkeit für seine Nächsten hingegeben, führt der Papst in dem Schreiben aus. Dieser Einsatz könne auch heute Vorbild sein: „Ich denke dabei vor allem an die Jugend: Dieser alte Heilige, aber so modern und genial in seinen Erkenntnissen, kann ein Vorbild für die neuen Generationen sein, um den Weg eines jeden fruchtbar zu machen.“

Wendepunkt

Der um 1195 geborene Antonius kam im portugiesischen Coimbra mit Mönchen in Berührung, die sich auf Franz von Assisi im fernen Italien bezogen. Als er im Jahr 1220 vom Martyrium von fünf Franziskanern erfuhr, die in Marokko kurz zuvor wegen ihres christlichen Glaubens getötet worden waren, trat Antonius im selben Jahr selbst zu den Franziskanern über. Als Missionar begab er sich auf den Spuren der franziskanischen Märtyrer zunächst nach Marokko. Aufgrund einer Krankheit musste er wieder die Heimreise antreten, landete nach einem Schiffbruch aber in Italien, wo er nach weiteren Reiseetappen 1221 auf den heiligen Franz von Assisi traf, der den begabten Redner und Ordensmann 1224 zum Lektor der Theologie für die Minderen Brüder des Ordens an der Universität in Bologna und zum theologischen Leiter des Ordens machte. Nachdem Antonius von 1227 bis 1230 als Bußprediger in Oberitalien tätig gewesen war, wurde er Ordensprovinzial in Padua, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Er verstarb am 13. Juni 1231. Die Antonius-Basilika in Padua, wo Reliquien des Heiligen aufbewahrt werden, ist eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte.

Heiliger und Kirchenlehrer

Heiliggesprochen wurde Antonius schon wenige Monate nach seinem Tod am 30. Mai 1232 von Papst Gregor IX.. Am 16. Januar 1946 erhob Papst Pius XII. Antonius zum Kirchenlehrer.

(vatican news – pr)

Quelle: www.vaticannews.va

Al Reverendissimo Padre Carlos Alberto Trovarelli Ministro Generale dell’Ordine dei Frati Minori Conventuali

Ho appreso con piacere che codesto Ordine celebra con gioia l’Ottavo centenario della vocazione francescana di Sant’Antonio di Padova. Ottocento anni fa, a Coimbra, il giovane canonico regolare agostiniano Fernando, nativo di Lisbona, appreso del martirio di cinque Francescani, uccisi a motivo della fede cristiana in Marocco il 16 gennaio di quello stesso anno, si decise a dare una svolta alla propria vita. Lasciò la sua terra e intraprese un cammino, simbolo del proprio itinerario spirituale di conversione. Dapprima si recò in Marocco, deciso a vivere coraggiosamente il Vangelo sulle orme dei martiri Francescani là martirizzati, poi approdò in Sicilia a seguito del naufragio sulle coste dell’Italia, così come accade oggi a tanti nostri fratelli e sorelle. Dalla terra di Sicilia, il provvidenziale disegno di Dio lo spinse all’incontro con la figura di San Francesco d’Assisi sulle strade dell’Italia e della Francia. Infine, si trasferì a Padova, città che sempre sarà legata in modo particolare al suo nome e che ne custodisce il corpo. Auspico che questa significativa ricorrenza susciti, specialmente nei Religiosi francescani e nei devoti di Sant’Antonio sparsi in tutto il mondo, il desiderio di sperimentarne la stessa santa inquietudine che lo condusse sulle strade del mondo per testimoniare, con la parola e le opere, l’amore di Dio. Il suo esempio di condivisione con le difficoltà delle famiglie, dei poveri e disagiati, come pure la sua passione per la verità e la giustizia, possano suscitare ancora oggi un generoso impegno di donazione di sé, nel segno della fraternità. Penso soprattutto ai giovani: questo Santo antico, ma così moderno e geniale nelle sue intuizioni, possa essere per le nuove generazioni un modello da seguire per rendere fecondo il cammino di ciascuno. Mi associo spiritualmente a quanti prenderanno parte alle diverse iniziative promosse per vivere nella preghiera e nella carità questo Ottavo Centenario Antoniano. A tutti auguro di poter ripetere con Sant’Antonio: «Vedo il mio Signore!». È necessario “vedere il Signore” nel volto di ogni fratello e sorella, offrendo a tutti consolazione, speranza e possibilità di incontro con la Parola di Dio su cui ancorare la propria vita. Con tali sentimenti, mentre chiedo di pregare per me, di cuore invio la Benedizione Apostolica alla Famiglia dei Frati Minori Conventuali e a quanti s’ispirano alla spiritualità di Sant’Antonio di Padova.

Fraternamente Franciscus

Roma, San Giovanni in Laterano, 15 Febbraio 2020

Quelle: https://messaggerosantantonio.it

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