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Einkleidung bei den Solanusschwestern
Die Franziskanerinnen in Landshut freuen sich über ihre neue Novizin Schwester Marjam. Katreen Marzena (27) wurde eingekleidet und beginnt nun das zweijährige Noviziat. Das No-viziat dient der vertieften Einübung in die franziskanische Lebensform als Solanusschwester.


Noviziatsaufnahme und Einkleidung bei Solanusschwestern

Am Franziskusfest, den 04.10.2020 fand im Rahmen einer feierlichen Vesper in der Kapelle der Solanusschwestern die Noviziatsaufnahme und Einkleidung von Katreen Marzena statt. In einem besonderen Ritus wurden das Ordenskleid (Habit) und der weiße Novizinnenschleier gesegnet und der 27-jährigen Katreen Marzena überreicht. Von der Generaloberin Sr. Christine Mirlach bekam Katreen einen neuen Schwesternnamen: Schwester Marjam. Danach erklärte Schwester Marjam, warum sie sich für diesen Namen entschieden hat. Der Name Marjam ist eine arabische und aramäische Version von Maria, die ihr als Vorbild im Ordensleben sehr wichtig ist. Außerdem soll der Name ihr an ihre ursprünglichen christlichen Wurzeln in der Ninive-Ebene und an die verfolgte Kirche im Nahen Osten erinnern. Wie es den Corona-Auflagen gemäß möglich ist, fand die Feier im kleinen Rahmen statt. Mit der Einkleidung beginnt das zweijährige Noviziat, die Einführung in das Ordensleben als Solanusschwester. Das Noviziat im Orden ist eine Zeit des Erprobens und Prüfens, ob dieser Weg zu mehr Leben führt. Für Sr. Marjam beginnt damit ein neuer „verrückter" Lebensabschnitt.


Postulantin Katreen erhält das Ordenskleid der Solanusschwestern.

„Sehr mutig, dass du ins Kloster eingetreten bist", diesen Satz hat Sr. Marjam von Verwandten und Freunden für ihren Entschluss oft gehört. Aber es gibt auch Menschen, die für diese Lebensform wenig Verständnis haben. Aber warum geht eine kluge, junge Frau ins Kloster? „Ich war erfolgreich und hatte alles, was das Leben so bietet, aber tief im Herzen hat mich das nicht erfüllt." Vor dem Klostereintritt hat sie Betriebswirtschaft studiert und in der Fi-nanzabteilung gearbeitet. Das Klosterleben und vor allem die Gottsuche waren bereits während der Studienzeit immer präsent und der Wunsch als Ordensschwester leben zu wollen, wurde für Sr. Marjam immer größer.


Nach der Einkleidung: Sr. Marjam, mit dem weißen Schleier einer Novizin, zwischen (v. l.) Noviziatsleitung, Sr. M. Eva Schlötterlein und Generaloberin, Sr. M. Christine Mirlach.

„Mein Glaube war mir immer sehr wichtig. Ohne Gott kann ich nicht leben." Sr. Marjam will in der Gemeinschaft ihren Glauben leben und für ihre Mitmenschen da sein. Im Alter von 16 Jahren hat ihre tiefere Gottsuche begonnen und 2017 lernte sie die Solanusschwestern kennen. In Landshut sind die Franziskanerinnen vor allem im Kinderkrankenhaus St. Marien bekannt und arbeiten in unterschiedlichen Bereichen. Die Solanusschwestern tragen ein graues Ordenskleid, eine Farbe der Straße, ein schlichtes Gewand und als deutliches Erkennungszeichen für ein Leben ganz auf Gott ausgerichtet. Trotz Verzicht auf Ehe, eigene Familie, eigene Kinder — was mit zum Ordensleben gehört — ist ihre Freude sehr zu spüren und sie sagt: „Ich bin im Kloster glücklich und vertraue darauf, dass Gott mir die Kraft gibt für alles was kommen mag. Es ist ein spannender Entwicklungsprozess auf den ich mich einlasse und sehr freue." Die Solanusschwestern freuen sich sehr über ihre neue Novizin und begleiten sie in ihrer Ordensberufung. Derzeit haben die Franziskanerinnen eine weitere 22-jährige Novizin in der Missionsstation in Coroatá in Brasilien. Jede Frau in ihrer Berufung ist eine große Be-reicherung und ein Geschenk Gottes.

Weitere Bilder der Feier unter www.solanusschwestern.de

Text: Sr. M. Eva Schlötterlein

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 03.11.2020 10:35