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Feierliche Profess
Am 29. August 2020 legte Br. Johannes Roth in Ohrbeck seine Feierliche Profess ab. Für die Franziskaner wird es die vorerst letzte Feier dieser Art sein. Von daher freuten sich die rund 40 gekommenen Brüder sowie die weiteren Gäste über den Entschluss von Br. Johannes, sich auf Lebenszeit an die Gemeinschaft der Minderen Brüder zu binden und in den Fußspuren Jesu Christi zu gehen.


Feierliche Profess von Johannes Roth

Dass eine Feierliche Profess nicht in einer Kirche, sondern im Garten stattfand, dürfte erstmalig und einmalig in der Geschichte der deutschen Franziskanerprovinz und ihrer Vorgängerprovinzen sein. Coronabedingt legte Bruder Johannes Roth seine Gelübde auf Lebenszeit im Park von Haus Ohrbeck ab.


Ein Tau aus Blumen zur Feier des Tages

Passend zu diesem besonderen Ort ging Provinzial Cornelius Bohl in seiner Predigt auf das Thema der „Orte“ ein. Das Stichwort „Kraftorte“ tauche immer häufiger auf. Menschen sehnen sich nach solchen Orten. Auch im Leben von Bruder Johannes gab es einige solcher wichtiger Orte wie etwa Lourdes oder verschiedene Stätten im Hl. Land. Dennoch beantwortete der Provinzial die Frage, ob Orte wichtig seien, nicht ausschließlich mit Ja, sondern ebenso mit Nein.


Provinzial Cornelius Bohl bei seiner Ansprache

Als Franziskaner sind wir als „Pilger und Fremdlinge“ unterwegs und binden uns nicht fest an bestimmte Orte. Als Franziskaner treten wir nicht in ein Kloster ein, sondern in eine Bruderschaft bzw. Provinz. Auch wenn Franziskus in diesem Sinne „ortlos“ unterwegs war, so hatte er doch einen Lieblingsort, den er nicht aufgeben wollte, Portiunkula, die Wiege des Ordens. Für die Franziskaner ist es weniger ein Ort und mehr eine Person, Jesus Christus, an den die Bindung erfolgt, wenn wir in seinen Fußspuren gehen.


Bruder Johannes in Konzentration auf den wichtigen Moment…

Deutlich wurde dies auch in der Auswahl der Lieder. Die Feier begann mit dem Lied „Pilger sind wir Menschen… Unerfüllte Sehnsucht treibt uns fort und fort“ und mündete in den Dank: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, vielmehr die kommende suchen wir; wir haben hier kein bleibendes Haus, aber ein Zelt, aber ein Zelt der Begegnung mit dir.“


Die Feier der Danksagung unter dem Zeltdach

Da passte es, dass über dem Altar ein Zelt aufgebaut war. Seine Funktion als Regenschutz musste es glücklicherweise nicht erfüllen, da es zwar wolkig und windig war, aber der Regen ausblieb.


Bruder Johannes erklärt seine Bereitschaft zu einem Leben nach der Regel der Minderen Brüder


Immer ein besonderer Moment: die Prostratio zur Allerheiligenlitanei


Profess in die Hände des Provinzials – beiderseits zuvor coronagemäß desinfiziert


Glückwunsch des Provinzials an den Professen


An der Professkerze wurde deutlich, wofür das Herz von Br. Johannes schlägt: für das Heilige Land. Seine Promotion hat er in alttestamentlicher Exegese geschrieben.


In der Hoffnung auf gute Früchte hatte Br. Johannes bereits zwei Wochen zuvor an seinem bisherigen Lebensort im Kloster Ohrbeck einen Apfelbaum gepflanzt


Zum Abschluss noch einmal Lob und Dank an Gott

Text und Bilder: Br. Stefan Federbusch

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 01.09.2020 08:58